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Blühstreifen

Das ENTEGA NATURpur Institut möchte die Kommunen in Südhessen beim Erhalt der biologischen Vielfalt unterstützten. Dafür hat das Institut im Dezember 2019 das Förderprojekt „Blühendes Südhessen“ aufgelegt. Mit diesem Projekt soll wieder mehr Natur zurück in den urbanen Raum geholt und artenreiche Lebensräume geschaffen werden. Außerdem möchte man damit die Bevölkerung für das Thema Artenschutz sensibilisieren und zum Nachahmen anregen. Interessierte Kommunen aus Südhessen können dabei mit fachlicher Unterstützung einer Biologin und Naturgartenplanerin auf ausgewählten Flächen Wildblumenwiesen, -säume und -beete anlegen. Das Institut finanziert die komplette Planungs- und Beratungsleistung und gewährt einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für gebietsheimische Pflanzen und Saatgut. Außerdem erhalten die Kommunen eine Insektennisthilfe sowie Infotafeln für die umgestalteten Flächen. Im Gegenzug stellen die Kommunen langfristig die Grundstücke zur Verfügung, bereiten die Flächen vor und pflegen die Anlagen.

Aktuell haben 20 Kommunen verbindlich zugesagt. In 6 Kommunen wurden bereits erste Flächen angelegt. 13 Kommunen befinden sich in der Planung. Hier werden die Flächen im Herbst 2020 bzw. Frühjahr 2021 angelegt. Bis dato wurde so 5.600 qm Flächen angelegt - weitere 13.800 qm werden im Herbst 2020 bzw. Frühjahr 2021 angelegt. In Summe werden durch das Projekt Blühendes Südhessen nach derzeitigem Planungsstand über 19.400 qm naturnahe Wildblumenwiesen bzw. Wildstaudenbeete angelegt.


Wer privat bei sich zu Hause oder am Betriebsgelände Schotterbeete oder versiegelte Flächen mit Blühstreifen und Staudenbeeten ersetzen möchte, sollte unbedingt im Fachhandel einkaufen, empfiehlt Michael Leukam, beim Energieversorger für Nachhaltigkeitsmanagement zuständig und Betreuer des Projekts. Finger weg von billigen Baumarkt-Mischungen, lautet sein Tipp. Die richtige Beratung und Bepflanzung sei entscheidend für den Erfolg. Denn heimische Insekten benötigen auch heimische Pflanzen.


"In Büttelborn hat eine Bürgerin die Pflege des Blühstreifens am Rathaus übernommen", berichtet Bürgermeister Merkel. "Dies weiß ich sehr zu schätzen. Wünschenswert wäre, dass in unserer Gemeinde keine weiteren Steingärten mehr entstehen."


Beim Förderprojekt hat das Entega Naturpur Institut die Kosten für Beratung und externe Planung sowie 500 Euro für Saatgut und Pflanzen übernommen. Außerdem sind Hinweisschilder mit wissenswerten Informationen aufgestellt. Die Gemeinde stellte die Flächen zur Verfügung, die Bauhofmitarbeiter bereiteten diese für die Umgestaltung vor und seitens der Gemeinde wurden die Kosten für die Unterhaltung und Pflege übernommen. Außerdem sind zusätzliche Pflanzen angeschafft worden, insgesamt belaufen sich die über die Förderung hinausgehenden Kosten auf etwa 2500 Euro.


Mehr zum Projekt: www.naturpur-institut.de/bluehendes-suedhessen